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Unser Interview mit
unserem Polizeipräsidenten
Nils Hoffmann-Ritterbusch      

Polizeipräsident Nils Hoffmann-Ritterbusch

 


1.            Welche schönen Erinnerungen haben Sie an Ihre eigene Schulzeit?
 
..als ich das Abschlusszeugnis bekam….
Nein, Spaß beiseite…ich liebte Klassenfahrten, Hauswirtschaft und Kochen, die Sportfeste und solche Projekte wie dieses.
Auch ich habe einmal im Rahmen eines Projektes eine Schülerzeitung gemacht, Interviews geführt und Zeichnungen gefertigt…ich glaube bald, ich habe noch ein Exemplar davon…
 
 
2.            An welchem Punkt in Ihrem Leben war für Sie klar, dass Sie bei der Polizei arbeiten wollen?
 
Ich wollte eigentlich Sportreporter werden. Aber dazu benötigte man Abitur, das hatte ich nicht.
Dann kam eines Tages mein Bruder nach Hause und berichtete von seiner Einstellung bei der Polizei. Da dachte ich, das probiere ich auch.
Einige Zeit später machte auch ich die Prüfung und wurde angenommen… irgendwann war dann der Tag der Einstellung gekommen! Am 02. Oktober 1978 begann meine Ausbildung!
 
3.            Was kann / muss ich tun, um Polizist zu werden?
 
Wir freuen uns natürlich über jeden neuen Kollegen. Es ist ein toller und spannender Beruf. Bei der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern kann man eine Ausbildung machen, oder auch ein Studium. In beiden Fällen muss man sich in der Fachhochschule in Güstrow bewerben, dort werden alle Polizisten unseres Landes ausgebildet. Wenn ihr Euch für eine Ausbildung interessiert, müsst ihr mindesten 16 Jahre alt sein und die mittele Reife besitzen. Für das Studium braucht ihr natürlich auch eine geeignete Zugangsberechtigung, das kann zum Beispiel das Abitur sein.
Für beide Varianten werden dann an der Fachhochschule die Einstellungstests durchgeführt. Zunächst  guckt ein Arzt, ob ihr gesund seid und anschließend muss man ein Diktat schreiben. Dann folgen noch ein Psychologischer Test (da wird unter anderem eure Merkfähigkeit erprobt) und ein Sporttest. Wenn ihr diese ganzen Tests geschafft habt, gibt es ein Vorstellungsgespräch, bei dem ihr auch einen Vortrag halten müsst. Das klingt jetzt alles ganz schön viel und schwer, es ist aber sehr gut zu schaffen und lohnt sich auf jeden Fall. Von allen Bewerbern werden die Besten ausgesucht und die können dann in Güstrow eine 2-jährige Ausbildung oder ein 3-jähriges Studium absolvieren. Dafür bekommen sie schon am ersten Tag eine Uniform.
 
 
4.            Wie oft arbeiten Sie mit dem Landespolizeiorchester zusammen bzw. hören dessen Musik?
 
Das Landespolizeiorchester ist unser klingender Botschafter. Das Orchester umfasst 30 Musikerinnen und Musiker und hat jedes Jahr über 130 Auftritte, die jedes Publikum begeistern. Darunter befinden sich so einige Projekte in Schulen, ähnlich wie das eure. Aber auch bei großen und wichtigen Terminen mit Ministern, oder zum Beispiel bei der Bäderdiensteröffnung spielt unser Orchester seine tolle Musik. Ich komme also ziemlich häufig in den Genuss, zuhören zu dürfen. Das Benefizkonzert in Friedland lasse ich mir zum Beispiel nie entgehen.
 
5.            Welche Gedanken gingen Ihnen durch den Kopf, als Sie in unserer Schule waren?
 
Ich habe an meine Schulzeit zurück gedacht und an das aus heutiger Sicht damals so unbeschwerte Leben. Ich dachte mit innerer Freude daran, dass all diese Kinder hoffentlich eine tolle Zukunft und noch ein langes Leben vor sich haben!
Außerdem habe ich mich gefreut, wie wohlgesonnen, freundlich und herzlich sich Kinder gegenüber der Polizei verhalten.
 
6.            Was ist, aus Ihrer Sicht, heute für Kinder besser, was schlechter als früher?
 
Wenn ein Kind wohlbehütet von seinen Eltern aufwachsen kann, gibt es für mich kein besser oder schlechter!
 
7.            Welche Erfahrungen haben Sie mit straffällig gewordenen Kindern?
 
Ich glaube, mir haben diese Kinder meist leidgetan. Wahrscheinlich weil ich mir sicher war, dass eben keiner auf diese Kinder so gut aufgepasst hat, wie meine Eltern auf mich!
 
8.            Sie sind als Polizist häufig in schwierige Situationen eingebunden.
 
Ja, das kommt schon relativ häufig vor. Es ist ja nicht so, dass jemand die Polizei ruft, wenn alles in Ordnung ist. Meistens ist dann irgendetwas passiert. Irgendwo wurde eingebrochen, oder es gab einen Verkehrsunfall, jemand wurde verletzt, Personen streiten sich, oder Leute demonstrieren. Aber natürlich ist nicht gleich jede Situation schwierig oder gefährlich. Die meisten Leute freuen sich dann, dass wir ihnen helfen können. Allerdings kommt es auch vor, dass meine Kollegen angegriffen oder beleidigt werden. Nicht jeder mag die Polizei.
 
9.            Welche schönen Seiten bietet ihr Beruf?
 
Das schönste an unserem Beruf ist wohl, den Menschen helfen zu können, wenn sie uns brauchen. Dafür ist man ja schließlich Polizist geworden! Aber auch ansonsten hat der Beruf so viele tolle Seiten. Es ist schön, wenn man in einem Streifenwagen von lachenden Kindern begrüßt wird. Man ist stolz, wenn man einen Täter ermitteln oder noch am Tatort ergreifen konnte. Man freut sich, wenn man eine vermisste Person finden und so vielleicht ihr Leben retten konnte. Außerdem gibt es wohl wenige Berufe die so vielseitig sind: wir haben Streifenbeamte, Krimanalisten und Techniker, Hubschrauberpiloten, Taucher, Hundeführer, Bereitschaftspolizisten und Kollegen am Notruf, Präventionsberater, Kontaktbeamte und so viel mehr, dass ich gar nicht alle aufzählen kann. Jeder Tag bringt eine neue Herausforderung und es ist großartig, dieser gemeinsam mit vielen tollen Kollegen begegnen zu können. 
Team der Interviewer Klasse 3c
 

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